Flugzeuggestützte Meeresüberwachung 4:
Interferenz von Öl auf dem Wasser: Ergänzung

Szenario

Wir wollen genauer verstehen, wie die Interferenzstreifen zustande kommen, die man mit dem Mikrowellenradiometer beobachten kann. In der Abbildung ist der geometrische Wegunterschied Δs der beiden Strahlengänge:

Δs= n Öl ( BC ¯ + CD ¯ ) BE ¯

Mit trigonometrischen Beziehungen und dem Snelliusschen Gesetz folgt:

Δs=2d n Öl 2 sin 2 γ

Infolge der geometrischen Wegdifferenz tritt eine Phasendifferenz Δϕ der Wellen auf:

Δϕ= 2π λ Δs

In Punkt C wird die Welle an einem Medium mit höherer Brechzahl (dem Wasser) reflektiert. Daher tritt ein Phasensprung π der reflekierten Welle auf. Der Phasenunterschied der Wellen wird daher:

Δϕ= 2π λ Δsπ

wobei die Größe -π durch den Phasensprung im Punkt C zustande kommt. Konstruktive Interferenz tritt auf für Δϕ=πm und destruktive Interferenz für Δϕ=π(2m+1) , wobei m eine ganze Zahl ist.

Zoom Sign
Interference of oil on water
Eine Ölschicht mit Dicke d an der Wasseroberfläche, und Mikrowellen mit einem Strahlengang, der zum Detektor des Radiometers führt.

Aufgaben

Aufbauend auf dem Arbeitsblatt Verschmutzung der Meere C02-WS02-3) können Sie folgendes tun:

  1. Zeigen Sie bitte mit trigonometrischen Beziehungen und dem Snelliusschen Gesetz, dass für den geometrischen Wegunterschied Δs der Wellen der oben angegebene Ausdruck zutrifft, in Abhängigkeit von der Dicke d der Ölschicht, der Brechzahl n des Öls, und dem Beobachtungswinkel α.
  2. Berechnen Sie bitte die Phasendifferenz der Wellen für eine Dicke zwischen 0 und 5 mm der Ölschicht in Stufen von 0.25 mm mit den folgenden Annahmen: f=34 GHz, nÖl=1,41, γ=50°. Berücksichtigen Sie auch den Phasensprung der an Punkt C reflektierten Welle. Bestätigen Sie Richtigkeit der Position der Maxima und Minima der Strahlungstemperaturkurven auf Seite 2 in der Ergänzung über das Mikrowellenradiometer.

Materialien

Hintergrundinformationen